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11. April 2014

Großer Auftritt meiner Gurkenkaltschale mit Heidelbeeren und Meerrettich

Ein Platz im Kochbuch von Staatl. Fachingen

Und wer Lust auf das Buch hat, kann hier an der Verlosung teilnehmen...




Nun ist es ganz offiziell: Meine "Gurkenkaltschale mit Heidelbeeren und Meerrettich" wurde für das Kochbuch "Natürlich besser kochen" von Staatl. Fachingen auserwählt. Was ich in der vergangenen Woche bereits per Twitter, Facebook und Google+ herausposaunt habe, trompete ich nun auch hier mit großer Freude heraus: Ich bin eine der 22 Glücklichen von immerhin 225 Bewerber(inne)n. Herzlichen Dank, Staatl. Fachingen! Besonders freue ich mich auch über das von Profis gestaltete Portrait meiner Gurkenkaltschale :-) Und Danke, Uwe Spitzmüller von Highfoodality, dass du das Projekt durchgeführt hast. (Uwe ist schließlich auch der Grund dafür, dass ich meine Freude hier erst heute heraustrompete - ich wollte ihm den Vortritt lassen bei der Verkündung der frohen Botschaft. Und heute hat er sie verkündet.)


Weil aber nur die geteilte Freude doppelte Freude ist und ich gern Freuden verdoppele, möchte ich sie nun mit meinen Leser(inne)n teilen: Staatl. Fachingen hat mir 10 Exemplare des Büchleins zur Verfügung gestellt, um sie unter die Leute zu bringen. Das will ich hiermit gern tun. Das heißt, es stehen nur noch 7 zum Teilen an - die ersten 3 befinden sich bereits im Umlauf (Näheres zum Buch siehe auch bei Highfoodality). Wer also die Freude mit mir teilen und eines der 7 Bücher in ihren/seinen Besitz überführen möchte, ist herzlich eingeladen, mir dies in einem kurzen Kommentar zu diesem Beitrag (siehe unten) mitzuteilen. Ich werde mich an Uwes Zeitplan orientieren und die Gewinner ebenfalls am kommenden Sonntag (13.04.2014) auslosen und bekanntgeben.

Weil ich noch nie eine Verlosung durchgeführt habe, schreibe ich mal vorsichtshalber, dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist. Die Gewinner/innen werde ich hier veröffentlichen und diese dann bitten, mir per eMail die Postadresse mitzuteilen. Wer sich dann nicht bis einschließlich Mittwoch, 16.04., gemeldet hat, hat sein Buch verschenkt. Mit anderen Worten: Dann gibt es eine "Nach-Verlosung".

Viel Erfolg!



9. April 2014

Milchreis zum Reinbeißen rustikal...

...oder doch lieber zum Gabeln fein und mit fruchtiger Soße? Beides!

Reisgeschichten in vier Folgen - Folge 3: Rundkornreis Tondo Integrale

in Kooperation mit REISHUNGER *


Eigentlich esse ich gern Milchreis. Uneigentlich esse ich ungern süße Hauptgerichte. Und als Dessert oder für mal-eben-so-zwischendurch ist mir Milchreis entschieden zu mächtig.

Dank des Probierpakets Rundkornreis war ich auf erfreuliche Weise “gezwungen”, mir über dessen Verwendung Gedanken zu machen. Ein Risotto sollte es nicht sein, weil es ein Risottorezept hier schon gibt (obwohl ich von dem aktuellen Reis so begeistert bin, dass ich davon unbedingt auch mal ein Risotto machen muss). Was aber macht man sinnvollerweise aus Rundkornreis, wenn es kein Risotto oder - was momentan gerade “in” zu sein scheint - keine Risotto-Plinsen werden sollen? Eben. Milchreis natürlich.

Also doch Milchreis. Mir kam in den Sinn, dass es ja auch Milchreis-Kuchen gibt. Und weil ich leidenchaftlich gern Kuchen esse,...

Das Googeln nach Milchreis-Kuchen-Rezepten führte mich immer wieder zu Varianten mit Gelatine. Was ich bei Milchreis irgendwie widersinnig finde. Sinn des runden Reiskorns ist es doch gerade, zu quellen, Flüssigkeit zu binden und von ganz allein zu fest zu werden. Damit war die Aufgabenstellung klar: Finde Kreiere ein Rezept, das ohne Gelatine auskommt.

Also kreierte ich drauflos. Einem Rezept für eine Milchreistorte mit Gelatine habe ich die Idee geklaut, statt Boden eine Schicht Zwiebackbrösel zu verwenden (die ich durch gemahlene Haselnüsse und Kakaonibs noch aufgepeppt habe). Zwiebäcke (die ungesüßte Vollkorn-Variante) hatte ich im Vorratsschrank, aber irgendwie nie so recht eine Verwendung dafür gefunden. Jetzt habe ich sie quasi neu entdeckt - und die halbe Packung einfach so nebenbei weggeknabbert. Ich werde sie künftig häufiger kaufen.

Und als ich dann die Milchreismasse fast fertig hatte, habe ich doch noch ein Bindemittel - Maisstärke - hinzugefügt. Obwohl ich sicher war, dass es auch ohne geklappt hätte. Aber…

…mir fiel beim Zubereiten ein, dass ich ja wieder einmal eine beruflich motivierte Reise vor mir hatte. Und wenn ich da nicht jeweils mit einem Riesenfresspaket losfahren würde, würde ich jeweils einen Riesenfrust schieben. Das Essen in den Bahnhöfen ist für mich schlicht nicht essbar. Oder nur ganz selten - in Hannover zum Beispiel gibt es mitten im Bahnhof ein Reformhaus und darinnen wunderbare frische und saftige Bio-Käse-Vollkorn-Croissants. Aber über Hannover fahre ich nicht sehr oft oder die Umsteigezeit ist so knapp bemessen, dass keine Zeit zum Einkaufen bleibt.

Äh, wie kam ich jetzt auf Hannover? Ach so, ja, durch das sich in der Planungsphase befindliche Fresspaket…

Jedenfalls sah ich mich plötzlich in der Bahn sitzend und genüsslich ein Stück Milchreis knabbernd. Und so sind dann die Milchreisschnitten entstanden. Komfortabel zu transportieren, kein Löffel nötig und köstlich! Das wird künftig garantiert eines meiner Standardmitnehmsel.


Aber weil ichs doch genau wissen wollte - also, ob ein Milchreiskuchen auch ohne Bindemittel zusammenhält -, habe ich inzwischen ein zweites Mal zum Rundkornreis gegriffen und die Maisstärke dann weggelassen. Es hat wunderbar geklappt. Der Milchreiskuchen zum Gabeln ist locker und saftig und lässt sich trotzdem hervorragend schneiden. Und noch hervoragendererer schmeckt er mit einer (im vergangenen Herbst) selbstgemachten Zwetschensauce. Und ich weiß jetzt schon, dass ich mich zum neuen Milchreis-Fan entwickeln werde. Denn statt Zwetschen ein Sößchen aus Rhabarber oder Erdbeeren dazu in der bevorstehenden Saison...

Bevor es ans Rezept geht, kurz noch eine Bemerkung zum hier verwendeten Reis Tondo Integrale: Der Reis ist wirklich außergewöhnlich gut. Er schmeckt sehr nussig, die Körner bleiben in der Struktur gut erhalten und er sieht als Milchreis erstaunlich weiß aus (die typische "Vollkornfärbung" erhält er eigentlich erst durch den ja ganz leicht karamelfarbenen Rohrohrzucker).

Milchreisschnitten

Zutaten


  • 200 g Rundkornreis (Vollkornreis), 300 ml Wasser
  • 1/2 l Schlagsahne oder 1/2 l Milch und 50 g Butter
  • 100 g Rohrohrzucker, 1 Pr. Salz, 1/2 Tl. gem. Vanille, 1/2 Zitrone (Schale)
  • 2 Eier
  • 20 g Maisstärke (nur für die rustikale Version zum Reinbeißen)
  • 40 g fein gemahlener oder zerstoßener Zwieback 
  • 20 g gemahlene Haselnüsse
  • evtl. 20 g grob gemahlene Kakaonibs (können auch einfach weggelassen werden)
  • 1 geh. El. Puderzucker
  • Fruchtsauce aus pürierten, leicht gesüßten Früchten
Zubereitung
  1. Reis mit Wasser bedecken, einmal aufkochen und auf ausgeschalteter Herdplatte etwa 1 Stunde vorquellen lassen. Sahne oder Milch dazugeben (mit Sahne verlängert sich meiner Erfahrung nach die Kochzeit), erneut aufkochen und bei geringer Hitze den Reis garen (dauert etwa nochmals 1 Stunde).
  2. Topf von der Herdplatte ziehen. Rohrohrzucker, Salz, Vanille, die abgeriebene Zitronenschale sowie - bei Verwendung von Milch - die Butter in kleinen Stücken hinzufügen. Gut durchrühren, bis sich Zucker (und Butter) vollständig gelöst haben. 
  3. Reis etwas abkühlen lassen. Eier in einer Schüssel (eventuell mit der Maisstärke) verschlagen und unter die Reismasse ziehen.
  4. Eine (quadratische) Kuchenform fetten und den Boden mit der Mischung aus Zwiebackbröseln, Haselnüssen, evtl. Kakaonibs und Puderzucker ausstreuen.
  5. Reismasse vorsichtig hineingießen und stehenlassen (damit die Brösel sich gut mit dem Reis verbinden). Backofen auf 175°C vorheizen. Wenn die Zieltemperatur erreicht ist, die Backform auf den Gitterrost (unterste Schiene) stellen und das ganze etwa 45 Minuten backen (der Kuchen sollte gleichmäßig etwas aufgegangen und an der Oberfläche leicht gebräunt sein).
  6. Mit Fruchtsauce servieren (oder in die "Brotdose" packen und unterwegs genießen).
Guten Appetit!


Hier noch die Links zu den bisherigen Reisgeschichten:

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* Kooperation heißt: REISHUNGER stellt mir ein Bio-Probierpaket "Vollkornreis" zur Verfügung, im Gegenzug stelle ich den Online-Händler und einige seiner Produkte hier vor.
Ich präsentiere ausschließlich Unternehmen, von deren Produkten und/oder Konzept ich überzeugt bin und die zu meinen zum Teil sehr kompromisslosen Kriterien meines "lifestyle in grün" passen.
Ich versichere meinen Leser(inne)n, dass ich die hier vorgestellten Rezepte eigens für diese Kooperation entwickelt und mit den Originalprodukten gekocht und fotografiert habe.
Den Gegenwert des Probierpakets gebe ich meinem Finanzamt gegenüber ordnungsgemäß als "geldwerten Vorteil" an. In Folge 1 meiner Reisgeschichten gibt es mehr zu erfahren über diese Kooperation.

26. März 2014

Roter Reissalat mit Wildkräutern - Camargue trifft Harz

Reisgeschichten in vier Folgen - Folge 2: Roter Reis

in Kooperation mit REISHUNGER *


Nun gehts weiter mit meinen Reisgeschichten. Nach den "Nerone-Medaillons" aus schwarzem Reis ist heute der Rote Reis aus der Camargue an der Reihe. Auch roten Reis kannte ich bereits - ebenfalls aus der Camargue, allerdings mit deutlich runderen Körnern. Ich hatte daraus ein rotes Risotto bereitet. Nun also eher als Langkorn - die gekocht allerdings auch recht rundlich werden.

Die Entscheidung für einen Salat fiel mir leicht: Draußen ist gerade Hochsaison für die leckersten aromatischsten Wildkräuter, die ich mir vorstellen kann (und von denen ich bis vor einem Jahr noch keine Ahnung hatte, von Bärlauch mal abgesehen):

Schaumkraut
Barbarakraut oder Gemeine Winterkresse
Knoblauchsrauke
Und all diese Schätzchen - wie auch der Bärlauch - wachsen hier im Wald in großen Mengen. Was nicht bedeutet, dass ich sie in rauhen Mengen ernte. Meistens hole ich mir den Bedarf für ein oder zwei Mahlzeiten. Die sollen ja schließlich im nächsten Jahr auch wieder wachsen. Sammel-Konkurrenz scheint es hier jedoch nicht zu geben. Im Harz zu leben heißt nicht automatisch, die Kostbarkeiten der Landschaft zu kennen bzw. sie zu essen. Vielleicht muss man erst 35 Jahre in der Großstadt gelebt haben, um all das hier (wieder) schätzen zu lernen.

Höre ich da die Frage: Und wie schmeckt das Zeug? Am besten beschreibt das jeweils mein Lieblingsbuch "Essbare Wildpflanzen" (zum Bestimmen der Kräuter allerdings nicht so gut geeignet, dafür umso besser für Ideen zur Verwendung). Knoblauchsrauke schmeckt demnach wie eine "Mischung aus mildem Knoblauch und Kresse" (stimmt!), Schaumkraut "senfartig" (ich füge hinzu: Lecker!) und das Barbarakraut "kresseartig bis bitter" (wobei ich das "bitter" nicht bestätigen kann - ich würde eher sagen "angenehm herb"). Die kleinen blauen Blüten auf dem Zutatenfoto stammen vom Gundermann und schmecken leicht süßlich.

Und diese Aromen plus Bärlauch passen hervorragend zu dem nussartig duftenden und leicht süßlich schmeckenden Roten Reis aus der Camargue. Dazu Walnüsse (aus dem Garten einer Freundin) und einen milden Schafs-/Ziegenkäse. Im Dressing befinden sich Senf aus einer Senfmühle hier in der Gegend (Einbeck) und Johannisbeergelee aus meinem Keller (die Johannisbeeren stammen aus Nachbarins Garten). Eine perfekte Liaison also von Harz und Camargue.

Roter Reissalat mit Wildkräutern

Zutaten


(Menge reicht für 2 Personen als Hauptgericht; ich empfehle, den Reissalat - zunächst ohne Nüsse, Kräuter und Käse - einige Stunden vor dem geplanten Verzehr zuzubereiten, damit er durchziehen und ausquellen kann)
  • 200 g Roter Reis aus der Camargue, Salz
  • 1 geh. Tl. Dijon-Senf
  • 2 geh. Tl. Johannisbeergelee
  • 50 ml Walnussöl
  • 30-40 ml milder Essig, z.B. weißer Balsamico
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. eine Tasse Gemüsebrühe
  • 50 g Walnüsse
  • 100 g milder Feta aus Schafs- und Ziegenmilch
  • gemischte Wildkräuter, hier: 3 Blätter Bärlauch, 4 große Rosetten vom Schaumkraut, 1 Handvoll Knoblauchsrauke, 10 Stängel Barbarakraut, 3 Stängelchen Gundermann samt Blüten, Veilchenblüten zum Garnieren
Zubereitung
  1. Reis mit etwa der 1 1/2-fachen Menge Wasser (ca. daumenbreit über dem Reis) aufkochen, 10 min auf kleinerer Stufe köcheln lassen, salzen und 30-40 min auf kleiner Stufe ausquellen lassen. Reis in eine Schüssel umfüllen, mit der Gabel auflockern und abkühlen lassen.
  2. Für das Dressing Senf, Johannisbeergelee, Salz und Pfeffer miteinander verrühren (ich benutze dazu einen kleinen Spiralbesen), Öl unterschlagen und zum Schluss mit Essig verquirlen. Abschmecken.
  3. Reis mit Dressing vermischen, einige Stunden ziehen lassen. Sollte die Mischung nun zu trocken wirken, eine Tasse würzige Gemüsebrühe unterziehen (die Brühe kann auch heiß dazugegeben werden, dadurch bekommt der Salat eine angenehme Genuss-Temperatur). Nochmals abschmecken.
  4. Walnüsse grob hacken, unter den Reis mischen.
  5. Wildkräuter waschen, trockenschütteln und verlesen. Bärlauch, Knoblauchsrauke und die großen Blätter des Barbarakrauts in Streifen schneiden. Von der Vogelmiere den Strunk entfernen, so dass die einzelnen Stängel auseinanderfallen, die kleineren Blätter des Barbarakrauts abzupfen, Blättchen und Blüten vom Gundermann abzupfen. Alles unter den Reis heben.
  6. Feta mit einer Gabel nicht zu grob zerbröseln und vor dem Servieren über den Salat streuen. Evtl. mit Veilchenblüten garnieren und auf großen Blättern der Knoblauchsrauke portionsweise anrichten (in diesem Fall vor dem Aufstreuen des Fetas).
Guten Appetit!


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* Kooperation heißt: REISHUNGER stellt mir ein Bio-Probierpaket "Vollkornreis" zur Verfügung, im Gegenzug stelle ich den Online-Händler und einige seiner Produkte hier vor.
Ich präsentiere ausschließlich Unternehmen, von deren Produkten und/oder Konzept ich überzeugt bin und die zu meinen zum Teil sehr kompromisslosen Kriterien meines "lifestyle in grün" passen.
Ich versichere meinen Leser(inne)n, dass ich die hier vorgestellten Rezepte eigens für diese Kooperation entwickelt und mit den Originalprodukten gekocht und fotografiert habe.
Den Gegenwert des Probierpakets gebe ich meinem Finanzamt gegenüber ordnungsgemäß als "geldwerten Vorteil" an. In Folge 1 meiner Reisgeschichten erfahren Sie mehr über diese Kooperation.

15. März 2014

Harzer Bienenstich, gefüllt mit Luxus-Vanillepudding

Gebackene Kindheitserinnerungen


Seit ich wieder zurück in meiner alten Heimat bin, begegnen mir überall Erinnerungen. Mir fallen ständig Dinge ein, von denen ich nicht wusste, dass sie irgendwo im hintersten Hirnstübchen schlafen und nur darauf warten, geweckt zu werden. Und weil ich mich ja viel mit Essen beschäftige, verlassen überdurchschnittlich viele Erinnerungen aus dieser Kategorie den Tiefschlaf.

Besonders oft denke ich an Gebackenes aus Kindertagen. Es war bei uns zuhause üblich, dass täglich um 16.30 Uhr - wenn der Herr Papa "aus der Firma" kam - der Kaffeetisch gedeckt war und sich alle zum Kuchenessen versammelten (wir waren zu fünft). Oft gab es Selbstgebackenes, manchmal aber auch Gekauftes aus einer der damals noch sechs Bäckereien am Ort (heute sind es immerhin noch drei). Und wenn ich versuche mich zu erinnern, was ich damals besonders gern mochte, dann fallen mir als erstes Marzipantörtchen (waren wohl eher aus Persipan), Mandelhörnchen, Nougatringe, Granatsplitter (heißen die immer noch so furchtbar?), Liebesknochen, Nussecken oder Spritzkuchen ein.

Die selbstgebackenen Erinnerungen erzählen von Schmandkuchen, Stachelbeerkuchen mit Baiser, Schwarzwälder Kirschtorte, gefülltem Bienenstich, vom obligatorischen Frankfurter Kranz meiner Tante (den ich nicht so gern mochte) und den legendären Geburtstagstorten meiner Mutter. Keine andere konnte so tolle Kindertorten backen.

13. März 2014

Nerone-Medaillons mit Meerrettichsauce, Rosenkohl mit Meerrettich-Streuseln

Reisgeschichten in vier Folgen - Folge 1: Schwarzer Reis

in Kooperation mit REISHUNGER *



REISHUNGER? Zugegeben, dieser Name weckte in mir - als er mir zum ersten Mal begegnete - nicht automatisch positive Assoziationen. Diese erste Begegnung liegt ungefähr ein Jahr zurück und hatte den (immer wieder aufs neue gefeierten) Kauf eines Risottotopfes zur Folge - in dem ich übrigens noch häufiger Brot backe als Risotto koche. Lag es am Namen, dass ich den Händler nach dem erfolgten Kauf - sorry! - wieder ignoriert hatte? Oder lag es daran, dass der Internetauftritt von REISHUNGER damals noch nicht so überzeugend/überzeugt auf mich wirkte? Ich weiß es nicht mehr.

Ich freue mich aber, dass REISHUNGER mir jetzt eine Kooperation* angeboten hat und ich damit die Chance auf einen zweiten ersten Eindruck bekommen habe. Auf der Internetseite wollte ich als erstes wissen, was eigentlich hinter dem Namen des jungen Unternehmens aus Bremen steckt. Und hoffte, die Erklärung zu finden, die mir die Marke mit positiven Bildern anfüllt. Gefunden! REISHUNGER unterstützt in Kooperation mit einer bekannten Hilfsorganisation das Projekt „Ernährungssicherung in Laos, Phongsaly“ (mehr dazu hier unter "Soziales Engagement"). So erhält der Firmenname einen hintergründigen Sinn, den ich nachvollziehen kann.

Nun aber zum REIS. Mir passiert es ja immer wieder, dass ich gefragt werde, wie ich es denn bloß schaffen würde, bereits seit fast 30 Jahren auf Fleisch zu "verzichten"? Oft antworte ich dann: Wenn ich Fleisch essen würde, müsste ich auf die vielen vielen köstlichen Getreide- und insbesondere Reissorten verzichten - ich kann ja schießlich nicht alles in mich reinstopfen. Und ich erzähle, dass sich in meinem Küchenschrank immer mindestens fünf verschiedene Reissorten (alles bio, alles Vollkorn) befinden. Und dass die tatsächlich alle sehr unterschiedlich schmecken. Großes Erstaunen.